Die Realität – „Bubblegum Noir“ (VÖ 4.10.2019 Trikont/Indigo).

Das Psychedelic-Pop-Album, auf das Ihre Nachbarn gewartet haben!

Produziert von O.L.A.F. Opal.

Anfang Januar traf sich Die Realität mit ihrem Produzenten O.L.A.F. Opal zur Soundbestimmung für das Debütalbum.

„Es soll klingen, als hätte King Tubby im Kinderzimmer die frühen Flaming Lips produziert“, teilten die drei Musiker mit.

„Ok“, sagte Opal.

Es ist dann letztlich auch genauso und doch ganz anders geworden.

Auf „Bubblegum Noir“ bieten die drei Schepperköpfe der Kölner Schule alles auf, was dem Connaisseur freifliegender Irrsinns-Popmusik lieb ist: Sonic-Youth-Feedbacks und Wave-Bässe, Beach-Boys-Chöre und Mellotrone, Flaming-Lips-Quatsch und 12-saitige Schraddelgitarren, Dubs und Tape-Delays, Congas und Bongos, Klaviere und Rumbanüsse, Flexa- und Otamatone, honigsüße Melodien und grotesken Krach. Es krautet, scheppert und sägt. Doch bei aller weirdness geht es hier vor allem um eins: Songs, die man jetzt und hier als Soundtrack für den Kampf gegen die Ekligkeiten der sogenannten Wirklichkeit braucht. Denn natürlich geht es um Leben und Tod!

Die Themen der Band: Das Dasein mit all seinen Versprechungen, Enttäuschungen und Grauenhaftigkeiten. Die Pflicht zum Irrsinn im fortgeschrittenen Alter. Und die Go-Betweens.

Die Realität meint es ernst, wenn sie in einem ihrer Songs „ein romantisches Leben“ einfordert. Und die Musiker wissen hörbar um das bittere Glück ihrer Generation, wenn sie singen: „Wir sind frei und verloren“. Die Realität tanzt im Dario-Argento-Club und feiert Weihnachten in Stahlwolle!

Wie immer, wenn es um Schönheit geht, bleiben am Ende mehr Fragen als Antworten: Ist das hier Höhlenmenschen-Pop für Kunststudenten oder Kunststudenten-Pop für Höhlenmenschen? Sind das Hippies? Oder gar Punks? Spinnen die? Stimmt es, dass hinter der Band eigentlich drei degenerierte Adelige mit einem Fimmel für Eierlikör stecken? Ist das, was hier geboten wird, politischer LSD-Pop? Die High-end-Zukunft of Lo-Fi? Sollte man tanzen oder mitsingen? Sich in Trance wiegen oder das Herz brechen lassen?

Ach, es ist im Grunde nicht so wichtig. Wichtig ist nur eins: Wenn Sie in diesem Jahr ihr Herz nur EINER schädelausbeulenden Love-Noise-Band mit herzauswringenden Texten über traurige Discotheken und kiffende Pistolenmädchen ihr Herz schenken wollen, dann lassen Sie es Die Realität sein!

Die Realität sind:

Felix Hedderich – Tasten, Gitarren, Programmierung, Aaaahhhs

Alfred Jansen – Bass, Gesang, Kleingeld, Lauch

Eric Pfeil – Gesang, Gitarren, Schlagzeug, Congas