Die Realität informiert:

Heute vor genau einem Jahr haben die drei tollen Tanten des Diskurs-Kraut unter dem strengen Tambourstab ihres Produzenten O.L.A.F. Opal (Project Pitchfork, Herman van Veen) mit den Aufnahmen zu ihrem Album „Bubblegum Noir“ (Trikont) begonnen. Das unbescheidene gemeinsame Ziel war ein Sound, den es so derzeit nicht gibt: Es sollte eine psychedelische Blubber-Platte voll Überstrahltheiten entstehen, auf der das Flirren der 90er-Flaming Lips in der Post-Kraut-Disco auf die Lo-Fi-Bratzigkeit diverser 80er-Indie-Heldinnen trifft. Irgendwie so.

„Ich hab Bock, was zu hören, was Ihr sicher spielen könnt“, blaffte Opal den drei Wackelzähnen der Diskurs-Psychedelia gleich zu Beginn der Sessions, frühmorgens noch vor der ersten LSD-Pappe, entgegen. Doch unsere Freunde ließen sich nicht beeindrucken und schickten eine stoisch tuckernde Version ihres vielumjubelten Live-Brechers „Paradies“ über die Rampe. 

Im beigefügten Filmchen setzt es ein paar Eindrücke von den Aufnahmen im Studio der Locas In Love. Der junge blonde Herr ist Realität-Engineer Luis Müller-Wallraf. Ansonsten ist zu sagen: Alles ergibt Sinn. Niemand wurde verletzt. Das Wasser war herrlich. „Bubblegum Noir“ ist seit fast drei Monaten für alle zu haben und macht schwarze Zähne.

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